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ZVO für Islandpferde

Präambel
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 1
Präambel
- Im Bewusstsein ihrer Verantwortung für die Förderung der Pferdezucht,
- in dem Willen, sowohl die Arbeit der Mitgliedszüchtervereinigungen zu
unterstützen und zu koordinieren als auch die Zusammenarbeit mit den
staatlichen Stellen auf der Grundlage der tierzuchtrechtlichen Bestimmungen der
EU, des Bundes und der Länder möglichst effektiv zu gestalten,
- in Anbetracht ihrer im öffentlichen Interesse zu erfüllenden Aufgaben im
nationalen und internationalen Bereich
erlässt die Deutsche Reiterliche Vereinigung e.V. (FN) nachfolgende
Zuchtverbandsordnung (ZVO).
Allgemeine Bestimmungen - Grundbestimmungen
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 2
A. Allgemeine Bestimmungen
A.I Grundbestimmungen
§ 1 Zweck und Aufgabe
Die ZVO dient der Förderung der Pferdezucht durch Koordination der züchterischen Arbeit
der anerkannten Züchtervereinigungen, die Mitglieder der FN sind. Es werden die
Anforderungen für die Ausgestaltung der Zuchtprogramme, für die Unterteilung und Führung
der Zuchtbücher, für die Ausstellung der Pferdepässe einschließlich Zuchtbescheinigungen
und für die Sicherung der Identität aller in den Zuchtbüchern eingetragenen Pferde
festgelegt.
§ 2 Rechtliche Grundlagen
Die rechtlichen Grundlagen dieser Zuchtverbandsordnung sind die Bestimmungen der
Europäischen Union sowie die von den Ursprungszuchtbüchern in deren Rahmen
aufgestellten Grundsätze, die tierzuchtrechtlichen und tierschutzrechtlichen Bestimmungen
des Bundes und der Länder, die Satzung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN)
einschließlich der im Rahmen ihrer Aufgaben erlassenen Regelwerke sowie ergänzende
Beschlüsse der FN-Organe.
§ 3 Umsetzung durch die Mitgliedsvereinigungen
Die Züchtervereinigungen übernehmen die Bestimmungen der ZVO nach Maßgabe der
Satzung der FN in ihre eigenen Satzungen und Zuchtbuchordnungen.
Darüber hinaus legen sie in ihren Satzungen für ihre Mitglieder verbindlich fest, dass diese
im Umgang mit und bei der Ausbildung von Pferden die „Leitlinien Tierschutz im Pferdesport
des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, die
„Ethischen Grundsätze des Pferdefreundes und die „Resolution zur reiterlichen Haltung
gegenüber dem Pferd/Pony der FN einhalten, sowie sich an den „Richtlinien für Reiten und
Fahren der FN orientieren.
§ 4 Begriffsbestimmungen
(1) Züchtervereinigung
Eine Züchtervereinigung im Sinne der ZVO ist eine nach Tierzuchtrecht anerkannte
Zuchtorganisation und der FN als Mitgliedsorganisation angeschlossen.
(2) Zuchtpferd
Ein Pferd,
a) das im Zuchtbuch einer anerkannten Züchtervereinigung eingetragen ist
(eingetragenes Zuchtpferd).
b) dessen Eltern und Großeltern in einem Zuchtbuch derselben Rasse oder auch einer
anderen Rasse, deren Einsatz im Zuchtprogramm vorgesehen ist, eingetragen oder
eingeschrieben (vermerkt) sind und das dort selbst entweder eingetragen oder
eingeschrieben (vermerkt) ist oder eingetragen oder eingeschrieben (vermerkt)
werden kann (reinrassiges Zuchtpferd).
(3) Zuchtwert
Der erbliche Einfluss von Pferden auf die Leistungen ihrer Nachkommen unter
Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit.
Allgemeine Bestimmungen - Grundbestimmungen
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 3
(4) Leistungsprüfung
Ein Verfahren zur Ermittlung der Leistungen von Pferden für die Zuchtwertschätzung.
(5) Zuchtbuch
Ein von einer anerkannten Züchtervereinigung geführtes Buch der Zuchtpferde eines
Zuchtprogramms zu ihrer Identifizierung und zum Nachweis ihrer Abstammung und ihrer
Leistungen. Trifft die Züchtervereinigung unterschiedliche Regelungen hinsichtlich der
Zuchtpferde nach Maßgabe ihrer Abstammung, so kann sie das Zuchtbuch in eine
Hauptabteilung und eine besondere Abteilung unterteilen. Trifft die Züchtervereinigung
unterschiedliche Regelungen hinsichtlich der Zuchtpferde nach Maßgabe ihrer Leistung,
so kann sie die Hauptabteilung des Zuchtbuches in Abschnitte unterteilen. Das
Zuchtbuch kann die Form eines Buches, eines Verzeichnisses, einer Datei oder eines
anderen geordneten Informationsträgers haben.
Es wird zwischen offenen und geschlossenen Zuchtbüchern unterschieden. In das
geschlossene Zuchtbuch werden im Gegensatz zum offenen Zuchtbuch nur Tiere
eingetragen, deren Eltern selbst in einem Zuchtbuch dieser Rasse eingetragen sind und
eine nach den Regeln des Zuchtbuches festgestellte Abstammung haben. Abweichend
davon kann ein Tier einer anderen Rasse in das Zuchtbuch einer Rasse eingetragen
werden, um Fremdgene hereinzunehmen. Diese Hereinnahme von Fremdgenen ist von
der Organisation, die das Ursprungszuchtbuch der Rasse führt, zu genehmigen.
(6) Ursprungszuchtbuch
Die in der ZVO formulierten Grundsätze des Ursprungszuchtbuches einer Rasse sind für
alle betroffenen Züchtervereinigungen maßgebend. Die FN vertritt die Interessen der ihr
angeschlossenen Züchtervereinigungen gegenüber den nicht im räumlichen
Geltungsbereich dieser ZVO tätigen Ursprungszuchtbüchern der jeweiligen Rassen.
Besonders bei der Ausgestaltung der Zuchtprogramme sind die Züchtervereinigungen
aufgefordert, den Grundsätzen der Ursprungszuchtbücher zu folgen, oder, soweit sie
selbst das Zuchtbuch über den Ursprung einer Rasse führen, Grundsätze für diese
Rasse im Sinne der EU-Bestimmungen aufzustellen.
(7) Alter des Pferdes
Für die Altersangabe gilt von im November und Dezember geborenen Pferden der 1.
Januar des folgenden, bei allen anderen Pferden der 1. Januar des Geburtsjahres als
Stichtag für die Jahrgangszugehörigkeit.
(8) Körung
Körung ist eine Selektionsentscheidung für die Eintragung männlicher Zuchttiere in eine
Abteilung des Zuchtbuches einer Züchtervereinigung in Abhängigkeit vom jeweiligen
Zuchtprogramm. In die Entscheidung gehen ein:
a) Merkmale der äußeren Erscheinung unter besonderer Berücksichtigung des
Bewegungsablaufes,
b) Ergebnisse anderer Leistungsprüfungen, soweit diese vorliegen,
c) Zuchttauglichkeit und Gesundheit.
(9) Eintragung in das Zuchtbuch
Die Entscheidung der jeweiligen Züchtervereinigung über die vorläufige bzw. endgültige
Eintragung eines Pferdes in eine Abteilung des Zuchtbuches nach den in der
Zuchtbuchordnung festgelegten Kriterien in Abhängigkeit vom jeweiligen Zuchtprogramm.
(10) Zuchtprogramm
Das Zuchtprogramm umfasst die Maßnahmen, mit denen der züchterische Fortschritt
erreicht werden soll. Im Zuchtprogramm müssen Angaben gemacht werden zu:
a) Zuchtziel
Allgemeine Bestimmungen - Grundbestimmungen
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 4
b) Zuchtmethode
c) Leistungsprüfungen
d) Eintragungskriterien
e) Umfang der Zuchtpopulation.
(11) Zuchtbescheinigung
Die Zuchtbescheinigung ist eine von einer anerkannten Züchtervereinigung ausgestellte
Urkunde über die Abstammung und Leistung eines Zuchtpferdes. Sie kann als
Abstammungsnachweis oder als Geburtsbescheinigung ausgestellt werden.
Sie wird als Abstammungsnachweis ausgestellt, soweit Eltern und Großeltern in die
entsprechenden Abschnitte der Hauptabteilung eines Zuchtbuches derselben Rasse oder
erfassten Zuchtpopulation eingetragen sind oder auch einer anderen Rasse bzw.
erfassten Zuchtpopulation, deren Einsatz im Zuchtprogramm vorgesehen ist.
Sie wird als Geburtsbescheinigung ausgestellt, soweit beide Elternteile mindestens in die
Besondere Abteilung eines Zuchtbuches derselben Rasse oder erfassten
Zuchtpopulation eingetragen sind oder auch einer anderen Rasse bzw. erfassten
Zuchtpopulation, deren Einsatz im Zuchtprogramm vorgesehen ist.
Abweichungen zu diesen Bestimmungen sowie die Festlegung weiterer Anforderungen
an die Leistungen sind in den Besonderen Bestimmungen zu den jeweiligen Rassen bzw.
Rassegruppen dieser ZVO geregelt.
(12) Pferdepass
Der Pferdepass dient als Dokument zur Identifizierung von Pferden nach der Vieh-
Verkehrs-Verordnung (VVVO) und ist von den Züchtervereinigungen für alle registrierten
Fohlen im einheitlichen Format auszustellen (s. § 10 (4) ZVO).
Der Pferdepass wird bei Zuchtpferden zusammen mit der Zuchtbescheinigung eines
Pferdes in einer gemeinsamen Mappe zusammengefasst. Er wird bei Pferden, die keine
Zuchtpferde im Sinne des Tierzuchtrechts sind, ohne Zuchtbescheinigung ausgestellt.
Bei Eintragung dieser Pferde in ein Zuchtbuch wird der Pferdepass um eine
Zuchtbescheinigung erweitert.
(13) Eigentumsurkunde
Die Eigentumsurkunde wird mit identischer Lebensnummer zusätzlich zum Pferdepass
ausgestellt, wenn dieser zusammen mit dem Abstammungsnachweis bzw. der
Geburtsbescheinigung in einer gemeinsamen Mappe zusammengefasst ist oder keine
Zuchtbescheinigung vorliegt.
Die Eigentumsurkunde steht demjenigen zu, der im Sinne des BGB Eigentümer des
Pferdes ist. Sie ist daher bei Veräußerung des Pferdes zusammen mit dem ebenfalls zum
Pferd gehörigen Pferdepass dem neuen Eigentümer zu übergeben und bei Tod des
Tieres an den ausstellenden Verband zurückzugeben.
(14) Züchter
Der Züchter eines Pferdes ist der Besitzer der Zuchtstute zur Zeit der Bedeckung.
Hinweis:
Dem deutschen Sprachgebrauch entsprechend umfasst der Begriff „Pferd alle unter B.
Besondere Bestimmungen beschriebenen Rassen.
Allgemeine Bestimmungen - Tätigkeit der Züchtervereinigungen
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 5
A.II Tätigkeit der Züchtervereinigungen
§ 5 Aufgaben der Züchtervereinigungen
Die Züchtervereinigungen wirken an der Erfüllung öffentlicher Aufgaben mit.
Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere:
? die Aufstellung und Durchführung von Zuchtprogrammen
? die Beratung der Züchter
? die Führung der Zuchtbücher
? die Sicherung der Identitätsfeststellung aller in den Zuchtbüchern eingetragener Pferde
? die Ausstellung von Dokumenten nach ZVO § 4 (11) bis (14).
§ 6 Tätigkeitsbereich der Züchtervereinigungen
Der räumliche Tätigkeitsbereich einer Züchtervereinigung ergibt sich aus dem staatlichen
Anerkennungsbescheid.
Dienstleistungen im Rahmen des Zuchtprogramms dürfen grundsätzlich nur gegenüber
Mitgliedern gewährt werden. Die Züchtervereinigungen sind jedoch ausnahmsweise
berechtigt, auch gegenüber Nichtmitgliedern tätig zu werden (z.B. wenn ein berechtigtes
Interesse des Nichtmitgliedes vorliegt und eine Beeinträchtigung der züchterischen Arbeit zu
befürchten ist).
Allgemeine Bestimmungen - Zuchtbuchordnung
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 6
A.III Zuchtbuchordnung
§ 7 Mindestangaben im Zuchtbuch
Das Zuchtbuch muss für jedes eingetragene Pferd mindestens folgende Angaben enthalten:
1) Name und Anschrift des Züchters und des Besitzers
2) Deckdatum der Mutter
3) Geburtsdatum, Geschlecht, Farbe und Abzeichen
4) Lebensnummer
5) Kennzeichnung (z.B. Brand und/oder Mikrochip)
6) Eltern mit Farbe und Lebensnummer
7) drei Vorfahrengenerationen (soweit bekannt)
8) Datum der Ausstellung der Zuchtbescheinigung
9) Bewertung der äußeren Erscheinung
10)Ergebnisse von Leistungsprüfungen
11)Ausstellungs- und Prämiierungserfolge, soweit für Zuchtprogramm von Bedeutung
12)die Nachzucht:
a) bei Hengsten: eingetragene Söhne und Töchter (mit Lebensnummern),
b) bei Stuten: die gesamte Nachzucht (mit Lebensnummern)
15)alle Ergebnisse von Zuchtwertfeststellungen
16)Entscheidungen über Eintragungen und Änderungen im Zuchtbuch
17)Entscheidungen über Besamungserlaubnis
18)Datum und (falls bekannt) Ursache des Abganges
19)DNA- oder Blut-Typ bei Hengsten
20)Angabe über Zwillingsgeburt
21)bei Pferden, die aus einem Embryotransfer hervorgegangen sind, die genetischen Eltern
und deren DNA- oder Blut-Typ
§ 8 Unterteilung der Zuchtbücher
Die Zuchtbücher bestehen aus einer Hauptabteilung und, nach Maßgabe des
Zuchtprogramms, aus einer Besonderen Abteilung, falls das Zuchtbuch offen ist. Sie werden
entsprechend der Abstammung und Leistungen der Zuchtpferde in unterschiedlichen
Abteilungen (Hauptabteilung und Besondere Abteilung) mit Abschnitten unterteilt nach
Hengsten, Stuten und, falls Vorgabe des Ursprungszuchtbuches, auch Wallachen, geführt.
Die Einteilung der Zuchtbücher für die verschiedenen Zuchtrichtungen und Rassen bzw.
Rassegruppen geht aus den Besonderen Bestimmungen der jeweiligen Rasse bzw.
Rassegruppe hervor.
§ 9 Eintragung in das Zuchtbuch
Die Eintragung eines Zuchtpferdes in die entsprechende Abteilung (bzw. Abschnitt) des
Zuchtbuches erfolgt auf Antrag anhand der tierzuchtrechtlichen Vorgaben, wenn die Identität
des Pferdes nach den in ZVO § 12 festgelegten Kriterien zweifelsfrei sichergestellt ist sowie
die Anforderungen an die Merkmale der äußeren Erscheinung und der Leistung erfüllt sind.
Ausnahmen hiervon sind in den Satzungen der Züchtervereinigungen zu regeln.
Die Eintragung von Zuchtpferden in eine Abteilung (bzw. Abschnitt) des Zuchtbuches muss
auf der Zuchtbescheinigung oder auf einem Dokument, das Bestandteil der
Zuchtbescheinigung ist, vermerkt werden.
In Ausnahmefällen kann, nachdem die Identität des Pferdes festgestellt ist, die Eintragung
ohne Bewertung erfolgen. Zuchtpferde aus anderen Populationen bzw.
Züchtervereinigungen können mit den dort registrierten Abstammungs- und
Leistungsangaben übernommen werden.
Allgemeine Bestimmungen - Zuchtbuchordnung
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 7
Die Eintragung in das Zuchtbuch ist von der Züchtervereinigung zurückzunehmen, wenn
eine der Voraussetzungen hierfür nicht vorgelegen hat. Die Eintragung ist von der
Züchtervereinigung zu widerrufen, wenn eine der Voraussetzungen nachträglich weggefallen
ist. Sie kann von der Züchtervereinigung widerrufen werden, wenn mit ihr eine Auflage
verbunden ist und der Begünstigte diese nicht oder nicht fristgerecht erfüllt hat. Gegen die
Eintragungsentscheidung kann der Besitzer eines Zuchtpferdes Widerspruch einlegen. Das
zuständige Gremium der Züchtervereinigung entscheidet über die Annahme des
Widerspruchs und das weitere Verfahren.
§ 10 Abstammungsnachweis und Geburtsbescheinigung als
Zuchtbescheinigung sowie Pferdepass und Eigentumsurkunde
(1) Abstammungsnachweis
Die Ausstellung eines Abstammungsnachweises erfolgt, wenn folgende
Voraussetzungen erfüllt sind:
a) Beide Elternteile sind im Jahr der Bedeckung oder werden spätestens im Jahr der
Geburt des Fohlens (Zuchtjahr) in den entsprechenden Abschnitten der
Hauptabteilung des Zuchtbuches (siehe Teil B. Besondere Bestimmungen)
eingetragen oder auch einer anderen Rasse bzw. erfassten Zuchtpopulation, deren
Einsatz im Zuchtprogramm vorgesehen ist.
b) Die Abfohlmeldung wurde innerhalb der von der Züchtervereinigung festgelegten Frist
nach dem Abfohlen vorgelegt. Die Züchtervereinigung kann bei Überschreitung dieser
Frist eine Abstammungsüberprüfung mittels DNA-Typisierung anordnen.
c) Die Identifizierung des Fohlens ist durch den Zuchtleiter oder seinen Beauftragten bei
Fuß der Mutterstute erfolgt, es sei denn, dass die Mutter nachweislich nicht mehr lebt.
Die Züchtervereinigung kann in diesem Fall eine Abstammungsüberprüfung mittels
DNA-Typisierung anordnen.
(2) Geburtsbescheinigung
Die Ausstellung einer Geburtsbescheinigung erfolgt, wenn die Bedingungen für einen
Abstammungsnachweis nicht erfüllt, jedoch folgende Voraussetzungen gegeben sind:
a) Beide Elternteile müssen im Jahr der Bedeckung oder spätestens im Jahr der Geburt
des Fohlens (Zuchtjahr) mindestens in die Besondere Abteilung des Zuchtbuches
(siehe Teil B. Besondere Bestimmungen) eingetragen sein oder auch einer anderen
Rasse bzw. erfassten Zuchtpopulation, deren Einsatz im Zuchtprogramm vorgesehen
ist.
b) Die Abfohlmeldung wurde innerhalb der von der Züchtervereinigung festgelegten Frist
nach dem Abfohlen vorgelegt. Die Züchtervereinigung kann bei Überschreiten dieser
Frist eine Abstammungsüberprüfung mittels DNA-Typisierung anordnen.
c) Die Identifizierung des Fohlens ist durch den Zuchtleiter oder seinen Beauftragten bei
Fuß der Mutterstute erfolgt, es sei denn, dass die Mutter nachweislich nicht mehr lebt.
Die Züchtervereinigung kann in diesem Fall eine Abstammungsüberprüfung mittels
DNA-Typisierung anordnen.
Zusätzlich zu diesen Bestimmungen sind weitere Anforderungen an die Leistungen für
die Ausstellung von Abstammungsnachweisen und Geburtsbescheinigungen in den
Besonderen Bestimmungen zu den jeweiligen Rassen bzw. Rassegruppen dieser ZVO
geregelt.
(3) Pferdepass und Eigentumsurkunde
Der Pferdepass und die Eigentumsurkunde gehören zum Pferd. Bei Besitzwechsel ist der
Pferdepass dem neuen Besitzer auszuhändigen und bei Tod des Pferdes an die
ausstellende Stelle zurückzugeben. Bei Eigentumswechsel sind sowohl Pferdepass als
auch Eigentumsurkunde dem neuen Eigentümer auszuhändigen.
Allgemeine Bestimmungen - Zuchtbuchordnung
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 8
(4) Zweitschriften
Eine Zweitschrift von einem Abstammungsnachweis, einer Geburtsbescheinigung sowie
eines Pferdepasses und einer Eigentumsurkunde kann auf Antrag der Person, die
das/die Original-Dokument/e verloren hat, nur bei Vorlage einer eidesstattlichen
Versicherung mit notariell beglaubigter Unterschrift über den Verlust des/der
Originaldokumente/s ausgestellt werden. Dies kann ausschließlich durch die
Züchtervereinigung erfolgen, die das Originaldokument ausgestellt hat. Sie ist/sind
deutlich als Zweitschrift zu kennzeichnen und zu nummerieren.
§ 11 Mindestangaben in Zuchtbescheinigung (Abstammungsnachweis,
Geburtsbescheinigung) sowie Pferdepass und Eigentumsurkunde
(1) Abstammungsnachweis und Geburtsbescheinigung
Der Abstammungsnachweis und die Geburtsbescheinigung müssen mindestens folgende
Angaben zum Pferd enthalten:
1) Name der Züchtervereinigung
2) Ausstellungstag / -ort
3) Lebensnummer/internationale Lebensnummer des Pferdes
4) Rasse
5) Name und Anschrift des Züchters und des Besitzers
6) Deckdatum der Mutter
7) Geburtsdatum, Geschlecht, Farbe und Abzeichen
8) Kennzeichnung
9) Namen, Lebensnummern, Geburtsnummern (falls vorhanden), Farbe und Rasse der
Eltern und Namen, Lebensnummern und Rasse einer weiteren Generation
10) Eintragung des Zuchtpferdes und seiner Vorfahren in die Abteilung eines
Zuchtbuches
11) die Unterschrift des für die Zuchtarbeit Verantwortlichen oder seines Vertreters
12) das neueste Ergebnis der Leistungsprüfungen und der Zuchtwertfeststellung des
Pferdes, seiner Eltern und bei reinrassigen Pferden auch seiner Großeltern, ferner die
Angabe der Behörde, die den Zuchtwert festgestellt hat
13) gegebenenfalls die Entscheidung „gekört
14) bei einem Pferd, das aus einem Embryotransfer hervorgegangen ist, außerdem die
Angaben seiner genetischen Eltern sowie deren DNA- oder Blut-Typ
(2) Pferdepass
Der von den der FN angeschlossenen Züchtervereinigungen ausgestellte Pferdepass
enthält folgende Angaben zum Pferd:
1) Besitzer oder Verfügungsberechtigter des Pferdes
2) Identifizierung des Pferdes
3) Lebensnummer/internationale Lebensnummer des Pferdes
4) Rasse
5) Name
6) Geschlecht
7) Farbe und Abzeichen bei Fuß der Mutterstute
8) ausgefüllte Grafik
9) Geburtsdatum
10) Geburtsort
11) Name und Anschrift des Züchters
12) Name des Vaters
13) Name der Mutter und des Muttervaters
14) Name und Anschrift der ausstellenden Züchtervereinigung
15) Ausstellungsdatum
16) Unterschrift des Ausstellenden
17) Arzneimittelbehandlungen
Allgemeine Bestimmungen - Zuchtbuchordnung
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 9
18) Identitätskontrollen
19) Eintragungen der Impfungen
20) Gesundheitskontrollen durch Laboruntersuchungen
21) Abstammungsnachweis oder Geburtsbescheinigung
22) Eintragung als FEI-Pass
23) letztes Deckdatum der Mutter
24) Aktive Kennzeichnung:
a) Zuchtbrand
b) Nummernbrand
c) Mikrochipnummer
25) Ergebnisse von Abstammungsüberprüfungen
26) Pedigree mit vier Generationen (sofern vorhanden)
27) Zuchtbucheintragungen
28) Zuchtinformationen/Leistungsprüfungsergebnisse
29) Turnierpferdeeintragungen
30) Messbescheinigungen für Ponys
31) Medikationskontrollen
Der Pferdepass ist im Querformat DIN A 5 auszustellen.
(3) Eigentumsurkunde
Die von den der FN angeschlossenen Züchtervereinigungen ausgestellte
Eigentumsurkunde zum Pferdepass enthält folgende Angaben zum Pferd:
1) Lebensnummer/internationale Lebensnummer des Pferdes
2) Name des Pferdes
3) Rasse
4) Geschlecht
5) Farbe
6) Geburtsdatum
7) Name und Anschrift des Züchters
8) Aktive Kennzeichnung:
a) Zuchtbrand
b) Nummernbrand
c) Mikrochipnummer
9) Pedigree mit drei Generationen (sofern vorhanden)
Die Eigentumsurkunde ist im Hochformat DIN A4 auszustellen.
Allgemeine Bestimmungen - Zuchtbuchordnung
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 10
§ 12 Identifizierung
Die Identifizierung von Pferden durch die Züchtervereinigungen erfolgt mit Hilfe der
folgenden Methoden:
(1) Angabe des Geschlechts, Beschreibung von Farbe und Abzeichen
(2) Vergabe des Fohlen- und Nummernbrandes.
Die Vergabe des Fohlenbrandes erfolgt, soweit in der Zuchtbuchordnung vorgesehen, im
Jahr der Geburt durch die Züchtervereinigung, die den Abstammungsnachweis oder die
Geburtsbescheinigung ausstellt.
Alle Fohlen erhalten zusätzlich mit dem Fohlenbrand den Nummernbrand, der sich aus
der Lebensnummer (§ 12 (3) ZVO) ergibt. Gebrannt wird ausschließlich außen auf den
linken Oberschenkel. Ausnahmen hiervon und weitere Verfahren zur aktiven
Kennzeichnung bedürfen der Genehmigung der FN.
Eine Züchtervereinigung kann verlangen, alle zur Eintragung in ein Zuchtbuch
anstehenden Pferde, die noch nicht aktiv gekennzeichnet sind, mittels Nummernbrand zu
kennzeichnen.
(3) Vergabe einer Lebensnummer (internationale Lebensnummer Pferd - Unique
Equine Lifenumber - UELN)
Jedes Pferd erhält als Fohlen bei der Geburtsregistrierung eine Lebensnummer. Die
Lebensnummer besteht aus 15 Stellen und ist alpha-numerisch. Die ersten 3 Stellen
(alpha-numerisch) beziehen sich auf das Herkunftsland, in welchem dem Pferd erstmals
eine Internationale Lebensnummer Pferd vergeben wurde. Die nächsten 3 Stellen (alphanumerisch)
bezeichnen die Züchtervereinigung, bei der das betreffende Pferd erstmalig
eingetragen und gebrannt bzw. aktiv gekennzeichnet wurde; die nächsten 9 Stellen
(alpha-numerisch) geben eine laufende Registriernummer innerhalb der
Züchtervereinigung wieder und können von dieser bis auf die letzten beiden Stellen frei
vergeben werden. Für die aktive Kennzeichnung gelten als Brenn-Nummer die Stellen 12
und 13 der Internationalen Lebensnummer; das Geburtsjahr steht an Stelle 14 und 15.
Internationale Lebensnummern für im Ausland geborene Pferde sind bei der Eintragung
in das Zuchtbuch zu übernehmen. Sofern im Ausland geborene Pferde noch keine solche
erhalten haben, obliegt die Recherche und Vergabe der Internationalen Lebensnummer
Pferd für diese Pferde dem Bereich Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung bzw.
der Züchtervereinigung in Abstimmung mit dem FN-Bereich Zucht. Falls keine
Internationale Lebensnummer des Ursprungszuchtbuches für im Ausland geborene
Pferde existiert, werden für diese Pferde bei der Eintragung in das Zuchtbuch von den
der FN angeschlossenen Züchtervereinigungen 15stellige Lebensnummern vergeben.
Gleiches gilt für in Deutschland geborene Pferde ohne Abstammungsnachweis oder
Geburtsbescheinigung. In beiden Fällen beziehen sich die ersten 3 Stellen (alphanumerisch)
auf Deutschland, das Land, in dem für diese Pferde erstmals eine
Internationale Lebensnummer Pferd vergeben wurde. Für im Ausland geborene Pferde
werden die nächsten 3 Stellen bei vor dem Jahr 2000 geborenen Ponys mit „302 bzw.
ab dem Jahr 2000 geborenen Ponys mit „402, bei vor dem Jahr 2000 geborenen
Großpferden mit „304 bzw. ab dem Jahr 2000 geborenen Großpferden mit „404
verschlüsselt. Für in Deutschland geborene Pferde ohne Abstammungsnachweis oder
Geburtsbescheinigung werden die nächsten 3 Stellen bei vor dem Jahr 2000 geborenen
Ponys mit „301 bzw. ab dem Jahr 2000 geborenen Ponys mit „401, bei vor dem Jahr
2000 geborenen Großpferden mit „303 bzw. ab dem Jahr 2000 geborenen Großpferden
mit „403 verschlüsselt. Die nächsten 2 Stellen (alpha-numerisch) beziehen sich auf die
Züchtervereinigung, bei der das betreffende Pferd erstmalig eingetragen und gebrannt
bzw. aktiv gekennzeichnet wurde sowie einen Pferdepass erhalten hat; die nächsten 7
Stellen (alpha-numerisch) geben eine laufende Registriernummer innerhalb der
Allgemeine Bestimmungen - Zuchtbuchordnung
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 11
Züchtervereinigung wieder und können von dieser frei vergeben werden. In Fällen, in
denen das Geburtsjahr der Pferde bekannt ist, steht dies an Stelle 14 und 15 der
Lebensnummer. Die Internationale Lebensnummer Pferd wird nicht verändert und auch
bei einem Wechsel des Pferdes in ein anderes Zuchtbuch beibehalten.
(4) Vergabe eines Namens bei der Eintragung in das Zuchtbuch
Der bei Eintragung in ein Zuchtbuch vergebene Name muss beibehalten werden. Sofern
eine Züchtervereinigung dies zulässt, kann ggf. ein neuer Name eingetragen werden,
vorausgesetzt, der ursprüngliche Name wird während der gesamten Lebensdauer des
Pferdes sowohl auf dem Abstammungsnachweis oder der Geburtsbescheinigung und
dem Pferdepass als auch bei Veröffentlichungen stets nach dem neuen Namen in
Klammern angegeben.
Weitergehende Regelungen zur Namensvergabe bei der Eintragung in das Zuchtbuch
sind in den Besonderen Bestimmungen zu den einzelnen Rassen oder Rassegruppen
festgelegt.
§ 13 Identitätssicherung
Für jedes eingetragene Pferd bzw. zur Eintragung vorgestellte Pferd und für jedes zu
registrierende Fohlen kann die zuständige Züchtervereinigung eine
Abstammungsüberprüfung aufgrund des Ergebnisses einer DNA-Typisierung,
blutgruppenserologischen Untersuchungen oder anderer durch Rechtsverordnung
vorgeschriebene Merkmale zur Sicherung der Identität verlangen. Eine DNA-Typenkarte,
Blutgruppenkarte oder die Überprüfungsergebnisse anderer Merkmale zur Sicherung der
Identität werden bei der zuständigen Züchtervereinigung hinterlegt.
Vor Ausstellung eines Abstammungsnachweises oder einer Geburtsbescheinigung muss
eine Abstammungsüberprüfung erfolgen, wenn an der angegebenen Abstammung Zweifel
bestehen. Dieses ist generell der Fall, wenn:
? eine Stute innerhalb einer oder in zwei aufeinander folgenden Rossen von zwei
oder mehreren Hengsten gedeckt wurde
? die Trächtigkeitsdauer 30 Tage und mehr von der mittleren Trächtigkeitsdauer der
jeweiligen Rasse abweicht
? das Fohlen nicht bei Fuß der Mutterstute identifiziert wurde.
Zur Eintragung von Hengsten ist eine DNA-Typenkarte oder andere durch Rechtsverordnung
vorgeschriebene Merkmale zur Sicherung der Identität vorzulegen.
Darüber hinaus wird zum Zeitpunkt der Körung bzw. der Eintragung von der zuständigen
Züchtervereinigung eine Abstammungsüberprüfung des betreffenden Hengstes angeordnet.
Kostenträger ist in jedem Falle der Antragsteller.
Ist die Stute oder der Hengst in einer anderen Züchtervereinigung eingetragen, so
verpflichtet sich diese Züchtervereinigung zur Amtshilfe bei Sicherung der Identität.
Besondere Bestimmungen - Grundbestimmungen im Zuchtprogramm
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 12
B. Besondere Bestimmungen
B.I Grundbestimmungen zum Zuchtprogramm
Vorbemerkungen
Das Zuchtprogramm umfasst alle Maßnahmen, die geeignet sind, einen Zuchtfortschritt im
Hinblick auf das jeweilige Zuchtziel zu erreichen. Hierzu gehören insbesondere die
Exterieurbeurteilung, die Leistungsprüfungen, Zuchtwertschätzungen sowie die
Zuchtbucheintragung. Bei der Zuchtwertschätzung können neben Ergebnissen der eigenen
Population auch solche anderer Züchtervereinigungen bzw. Stellen Berücksichtigung finden.
Aufgabe der einzelnen Züchtervereinigung ist es, für jede von ihr betreute Rasse oder
Rassegruppen in eigener Verantwortung ein Zuchtprogramm durchzuführen. Zu der
betreffenden, am Zuchtprogramm beteiligten Zuchtpopulation gehören alle Zuchtpferde, die
in die Abteilungen des Zuchtbuches eingetragen sind. Näheres wird in den Besonderen
Bestimmungen der Rassen bzw. Rassegruppen geregelt.
§ 14 Bewertung der Zuchtpferde
Bewertet werden die im Zuchtprogramm definierten Merkmale. Die Bewertung erfolgt auf
Sammelveranstaltungen (Körungen, Zuchtbucheintragungen, Stutenschauen,
Leistungsprüfungen u.ä.), um den Vergleich einer hinreichend großen Zahl von Pferden zu
ermöglichen. In begründeten Ausnahmefällen kann eine Bewertung auch außerhalb von
Sammelveranstaltungen durchgeführt werden. Die Bewertung erfolgt in ganzen oder halben
Noten in Anlehnung an LPO § 57,1.2:
10 = ausgezeichnet 4 = mangelhaft
9 = sehr gut 3 = ziemlich schlecht
8 = gut 2 = schlecht
7 = ziemlich gut 1 = sehr schlecht
6 = befriedigend 0 = nicht ausgeführt/nicht bewertet
5 = genügend
Zuständig für die Bewertung sind von der jeweiligen Züchtervereinigung berufene
Kommissionen, deren Entscheidung von Sachkunde, Unabhängigkeit und Neutralität geprägt
ist. Dem Gremium müssen fachkundige Züchtervertreter und der Zuchtleiter oder dessen
Vertreter angehören. Züchtervertreter können auch Personen sein, die nicht Mitglied der
betreffenden Züchtervereinigung sind. Befangene Personen können nicht an der
Entscheidungsfindung mitwirken.
§ 15 Körung, Leistungsprüfungen, Zuchtwertschätzung,
Zuchtbucheintragung und Identifikation
Der Züchter/Hengsthalter ist verpflichtet, die Veröffentlichung und den Austausch der
notwendigen Daten zu Leistungsprüfungen, Zuchtwertschätzungen, Zuchtbucheintragung
und zur Identifikation aller Pferde zu dulden, die von ihm gezüchtet wurden oder in seinem
Eigentum oder Besitz stehen bzw. standen.
Besondere Bestimmungen - Grundbestimmungen im Zuchtprogramm
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 13
(1) Körung
(1.1) Durchführung
Das Mindestalter eines Hengstes für die Körung beträgt zwei Jahre. Um geordnete
Körveranstaltungen sicherzustellen, kann eine Vorauswahl der zur Körung angemeldeten
Hengste durchgeführt werden. Wenn eine Vorauswahl durchgeführt wird, ist sie
Voraussetzung für die Zulassung zur Körung.
Die Körentscheidung lautet:
? gekört
? nicht gekört
? vorläufig nicht gekört.
Die Körentscheidung lautet „vorläufig nicht gekört, wenn der Hengst die Anforderungen
in Bezug auf Merkmale der äußeren Erscheinung unter besonderer Berücksichtigung des
Bewegungsablaufes und/oder Zuchttauglichkeit sowie Gesundheit nicht erfüllt, wenn
jedoch zu erwarten ist, dass er sie zukünftig erfüllen wird. Mit der Körentscheidung kann
eine Frist festgesetzt werden, bis zu deren Ablauf der Hengst wieder zur Körung
vorgestellt werden kann.
Die Körentscheidung ist auf der Körveranstaltung öffentlich bekannt zu geben und dem
Hengstbesitzer schriftlich mitzuteilen. Die Entscheidung „gekört ist in die
Zuchtbescheinigung (Abstammungsnachweis) einzutragen.
(1.2) Medikationskontrollbestimmungen
Zur Körung/Vorauswahl nicht zugelassen und ggf. nachträglich auszuschließen sind
Hengste, denen eine Dopingsubstanz oder ein verbotenes Arzneimittel gem.
Durchführungsbestimmungen der ZVO (Teil D, Anlage 1) verabreicht oder an denen eine
verbotene Methode angewendet oder zur Beeinflussung der Leistung, Leistungsfähigkeit
oder Leistungsbereitschaft irgendein Eingriff oder Manipulation vorgenommen wurde. Die
Körkommission/Vorauswahlkommission ist berechtigt, jederzeit Medikationskontrollen als
Stichproben anzuordnen. Die Durchführung der Medikationskontrollen erfolgt gem.
Durchführungsbestimmungen der ZVO (Teil D, Anlage 2).
Auch sind Hengste zur Körung/Vorauswahl nicht zugelassen und ggf. nachträglich
auszuschließen, bei denen innerhalb von 3 Monaten (bei Anabolika 12 Monate) vor
Vorstellung zur Körung/Vorauswahl ein positiver Nachweis einer verbotenen Medikation,
einer verbotenen Methode oder eines unerlaubten Eingriffes zur Beeinflussung der
Leistung gem. Satz 1 in der selben oder einer anderen Züchtervereinigung oder eines
Pferdesportverbandes festgestellt worden ist.
(1.3) Rücknahme, Widerruf, Widerspruch
(1) Körentscheidung
Die Körung ist zurückzunehmen, wenn eine Voraussetzung für ihre Erteilung nicht
vorgelegen hat. Die Körung ist zu widerrufen, wenn eine der Voraussetzungen
nachträglich weggefallen ist. Sie kann widerrufen werden, wenn mit ihr eine Auflage
verbunden ist und der Begünstigte diese nicht oder nicht fristgerecht erfüllt hat.
Gegen die Körentscheidung kann der Besitzer eines Hengstes Widerspruch einlegen.
Der Widerspruch ist schriftlich zu begründen. Die Widerspruchsfrist beträgt zwei Wochen
nach Bekanntgabe des Körurteils. Das zuständige Organ entscheidet über die Annahme
des Widerspruchs. Wird der Widerspruch angenommen, entscheidet das zuständige
Organ über die Zusammensetzung einer neuen Bewertungskommission. Ebenso wird
über Ort und Zeit der Wiedervorstellung des Hengstes entschieden.
Besondere Bestimmungen - Grundbestimmungen im Zuchtprogramm
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 14
(2) Medikationskontrolle
Bei positivem Medikations- oder Manipulationsnachweis gem. Ziff. (1.2) ZVO wird die
Körentscheidung widerrufen und die damit zusammenhängende Zuchtbucheintragung
zurückgenommen. Gegen diesen Widerruf des Körurteils kann der Eigentümer des
Hengstes schriftlich Widerspruch per Adresse Verbandshaus einlegen. Die
Widerspruchsfrist beträgt 2 Wochen nach Bekanntgabe der Entscheidung. Der
Widerspruch ist binnen einer weiteren Woche zu begründen. Als Kostenvorschuss ist ein
Betrag von 50 EUR spätestens mit Ablauf der Begründungsfrist beizufügen oder
sicherzustellen.
Hält die Körkommission/Auswahlkommission den Widerspruch für berechtigt, so nimmt
sie den Widerruf ihrer Entscheidung zurück.
Andernfalls legt sie den Widerspruch dem Großen Schiedsgericht der FN vor, das
hierüber als unabhängige Stelle entscheidet, soweit die Züchtervereinigung nicht eine
andere Widerspruchsinstanz in ihrer Satzung vorgesehen hat.
Das Große Schiedsgericht der FN ist kein Schiedsgericht im Sinne der §§ 1025ff. ZPO.
Ordentliche Gerichte dürfen nicht angerufen werden, soweit und solange die
Zuständigkeit des Großen Schiedsgerichts der FN oder einer anderen
Widerspruchsinstanz begründet ist, es sei denn, dass die Züchtervereinigung die
Zustimmung erteilt.
(2) Leistungsprüfungen
Es werden nur Ergebnisse von Leistungsprüfungen anerkannt, die nach Tierzuchtgesetz,
der Leistungs-Prüfungs-Ordnung (LPO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V.
(FN) und dem Reglement der Fédération Equestre Internationale (FEI) durchgeführt
werden.
Ergebnisse ausländischer nationaler Turniersportveranstaltungen /
Pferdeleistungsschauen werden anerkannt, wenn diese den genannten Platzierungen in
der Rahmenrichtlinie der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. für
Hengstleistungsprüfungen - Station - Alternativen zur Hengstleistungsprüfung in Form
von Turniersporterfolgen - (siehe Besondere Bestimmungen der einzelnen Rassen bzw.
Rassegruppen) entsprechen.
Darüber hinaus werden nur Ergebnisse von Leistungsprüfungen berücksichtigt, wenn
diese von der zuständigen Züchtervereinigung und von der FN anerkannt sind.
Die rassenspezifisch unterschiedlichen Anforderungen zur Organisation, Durchführung
und Auswertung von Eigenleistungsprüfungen sind in den Besonderen Bestimmungen
der einzelnen Rassen bzw. Rassegruppen niedergelegt.
(3) Zuchtwertschätzung
Zuchtwertschätzungen erfolgen nach allgemein anerkannten und wissenschaftlich
gesicherten Methoden. Dabei sind Leistungsunterschiede, die nicht genetisch bedingt
sind, soweit wie möglich auszuschalten. Diese Zuchtwertschätzungen können Grundlage
behördlicher Zuchtwertfeststellungen sein.
(4) Zuchtbucheintragung
Die Zuchtbucheintragung erfolgt entsprechend § 9 ZVO sowie der Vorgaben der
Besonderen Bestimmungen jeder einzelnen Rasse bzw. Rassegruppen.
Besondere Bestimmungen - Grundbestimmungen im Zuchtprogramm
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Mai 2004; Stand Mai 2004) 15
(5) Identifikation
Zur Identifikation eines Pferdes werden von den Züchtervereinigungen alle hierfür
relevanten Daten im Sinne der §§ 11, 12 und 13 ZVO erfasst und gespeichert. Für die
Eintragung als Zucht- oder Turnierpferd, Abstammungskontrollen oder
Veröffentlichungen werden die notwendigen Daten zur Identifikation eines Pferdes
zwischen FN und den Züchtervereinigungen ausgetauscht. Die Züchtervereinigungen
verpflichten sich, die für diesen Datenaustausch notwendigen, satzungsgemäßen
Voraussetzungen zu schaffen.

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Besondere Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 1
B.VII Zuchtprogramme für Gangpferderassen
B.VII.5 Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
Vorbemerkung
Die Zucht von Islandpferden in Deutschland wird in den der Deutschen Reiterlichen Vereinigung
(FN) angeschlossenen Züchtervereinigungen in eigenständigen Populationen betrieben. Die
deutschen Züchtervereinigungen halten im Sinne der Vorgaben der EU und des deutschen Tierzuchtrechts
die von der Bændasamtök Íslands, Bændahöllin við Hagatorg, P.O. Box 7080, IS -
127 Reykjavík, Island aufgestellten Grundsätze ein. Die Bændasamtök Íslands ist die Organisation,
die im Sinne der Vorgaben der EU das Zuchtbuch über den Ursprung der Rasse Islandpferd
führt. Die in dieser ZVO festgelegten Besonderen Bestimmungen sind gemeinsame, verbindliche
Anforderungen für die der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) angeschlossenen Züchtervereinigungen.
Im Sinne von § 1a Nummer 1 und Nummer 2 der Verordnung über Zuchtorganisationen werden in
dieser ZVO durch die Allgemeinen Bestimmungen sowie die Besonderen Bestimmungen über das
Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes die Grundsätze des Zuchtbuches über den Ursprung
der Rasse des Islandpferdes für
a) das System der Abstammungsaufzeichnung durch die
Allgemeinen Bestimmungen: ZVO § 4, (5), 7, 8, 9
b) die Definition der Merkmale der Rasse durch die
Besonderen Bestimmungen: Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZVO § 705a Zuchtziel, einschließlich der Rassemerkmale
ZVO § 705b Zuchtmethode
c) die Grundprinzipien des Systems zur Kennzeichnung durch die
Allgemeinen Bestimmungen: ZVO § 11, 12, 13
d) die Definition der grundlegenden Zuchtziele durch die
Besonderen Bestimmungen: Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZVO § 705a Zuchtziel, einschließlich der Rassemerkmale
e) die Unterteilung des Zuchtbuches in Abschnitte durch die
Allgemeinen Bestimmungen: ZVO § 4, (5), 7, 8, 9 und
Besonderen Bestimmungen: Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZVO § 705c Unterteilung der Zuchtbücher
ZVO § 705d Eintragungsbestimmungen in die Zuchtbücher
f) die nachzuweisenden Ahnengenerationen durch die
Besonderen Bestimmungen: Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZVO § 705d Eintragungsbestimmungen in die Zuchtbücher
(1) Zuchtbuch für Hengste
(2) Zuchtbuch für Stuten
eingehalten.
Besondere Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 2
§ 705a Zuchtziel, einschließlich der Rassemerkmale
(im Sinne der Verordnung über Zuchtorganisationen § 1a Nummer 2 b) und d))
Für die Zucht des Islandpferd in Deutschland gilt folgendes Zuchtziel:
Rasse Islandpferd
Herkunft Island
Größe ca. 125 cm - 145 cm
Farben alle Farben; alle Abzeichen; keine Tigerschecken
Gebäude Es soll harmonisch sein und im Gleichgewicht stehen. Die
äußeren Begrenzungslinien von Rumpf und Gliedmaßen sollen
ein Langrechteckformat ergeben.
Kopf ausdrucksvoll und trocken, in der Größe zum Pferd passend,
klares, großes und waches Auge, große Nüstern, kleines,
schön geformtes Ohr, korrektes, gesundes Gebiss, gute Ganaschenfreiheit
Hals geschmeidig, genügend lang; gut aufgesetzt; harmonisch
verjüngend zum Genick, leicht gewölbter Kammrand, gerade
verlaufender Kehlrand, gute natürliche Aufrichtung, Mähne
dicht
Körper Schulter lang und Schräg, Brust genügend breit, mit guter
Rippenwölbung, Widerrist gut ausgeprägt, genügend bemuskelt,
weit in den Rücken hineinreichend; Rücken federnd,
elastisch und gut bemuskelt; Kruppe lang, schräg, genügend
breit mit kräftiger Bemuskelung.
Fundament Alle bemuskelten Abschnitte der Gliedmaßen verhältnismäßig
lang. Abschnitte der Gliedmaßen, an denen vorrangig
Sehnen und Bänder angesetzt sind, dagegen verhältnismäßig
kurz. Das Fundament soll trocken sein. Kräftige, lange,
breite und markante Gelenke mit harmonischen Übergängen.
Stellungsanomalien sind unerwünscht, sofern sie
gebrauchsmindernd sind. Hufe in Form und Größe passend
zum Pferd, aus hartem aber elastischen Horn, gute Sohlenwölbung,
gut entwickelter Strahl, Hinterhuf deutlich spitzer als
Vorderhuf.
Bewegungsablauf
Schritt Klarer, gleichmäßiger Viertakt bei schreitenden, gelösten,
leichten, raumgreifenden und flüssigen Bewegungen mit gutem
Ausdruck, guter Selbsthaltung.
Trab Taktklarer, federnder Trab mit energischen, leichten und
raumgreifenden Bewegungen bei ausdrucksvoller Haltung.
Tölt Klarer, sicherer Takt, leicht zu reitender Tölt (in Richtung
Naturtölt), guter Takt in jedem Tempo, energische BewegunBesondere
Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 3
gen, tritt federnd aus der Schulter (Leichtigkeit der Vorhand).
Geschmeidige Bewegungen aus der zur Gewichtsaufnahme
bereiten Hinterhand (Senkung der Kruppe). Hohe, weit ausgreifende,
runde Aktion.
Rennpass Deutliches Vorwärtsspringen bei guter Geschwindigkeit, „fliegender
Pass, gute Streckung der Vorderbeine, mittlere Aufrichtung,
volle Entfaltung von Energie, Kraft und Schub,
Passsicherheit.
Galopp Regelmäßiger Dreitakt, deutlich gesprungen, Aufwärtsgalopp,
leicht zügelbar, federnde, runde, ausdrucksvolle Bewegungen.
Besondere Merkmale Form unterm Reiter: Gute Präsentation in allen Gangarten,
gute Aufrichtung und Selbsthaltung, mit leichtem, flüssigem
und federndem Bewegungsablauf bei gutem Raumgriff und
ohne Haltung- oder Anlehnungsfehler, gut getragener
Schweif.
Leichtrittigkeit: Balance, freudige Mitarbeit, Sicherheit,
angenehm zu reiten, leicht regulierbar
Temperament Sensibilität auf treibende Hilfen, Lust am Laufen, aber ohne
Angst, gutes Vorwärtsgehen in jede Richtung. Hohe Leistungsbereitschaft,
Kraft, Energie, Mühelosigkeit.
Charakter Wach und aufmerksam, reaktionsbereit und reaktionsstark,
respektvoll gegenüber dem Menschen, im seelischen Gleichgewicht,
mutig, entschlossen, selbständig und lebhaft, brav
und zuverlässig, frei von Untugenden
Besondere Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 4
Zuchtzielbeschreibung des Ursprungszuchtbuches aus FIZO
ALLGEMEINE ZUCHTZIELE
Gesundheit, Fruchtbarkeit, Langlebigkeit
Gezüchtet wird ein gesundes, fruchtbares und langlebiges Pferd - das robuste Islandpferd.
FARBEN:
Alle Farben und Farbvariationen, die beim Islandpferd vorkommen, sollen erhalten bleiben.
GRÖSSE:
Das offizielle Zuchtziel erlaubt einen beträchtlichen Spielraum in der Größe. Ein Stockmaß von
135 cm bis 145 cm gilt allgemein als geeignete Grosse für Islandpferde.
SPEZIELLE ZUCHTZIELE
EXTERIEUR IM ALLGEMEINEN
Das generelle Zuchtziel gibt dem leichter gebauten Islandpferdetyp den Vorzug. Das Pferd soll
dabei jedoch kräftig, muskulös, geschmeidig und wendig sein. Das Exterieur soll eine optimale
Gangveranlagung und eine natürliche, gute Aufrichtung ermöglichen, sowie allgemein anerkannten
Schönheitsidealen entsprechen.
EXTERIEUR IM DETAIL
KOPF:
Sehr schöner, feiner, edler Kopf. Ohren dünnhäutig und feingeschnitten, angemessen geschlossen
und gut angesetzt. Grosses, offenes und aufmerksames Auge mit schöner Augenumrandung.
Dünne, feinbehaarte Haut. Ganaschen dünn und angemessen schmal, mit genügend breitem
Kehlgang (gute Ganaschenfreiheit). Gerades Nasenbein, weite Nüstern.
HALS, WIDERRIST & SCHULTERN:
Langer, hoch aufgerichteter, sehr schlanker Hals, außergewöhnlich gute Wölbung des
Kammrandes, gut aufgesetzter Hals. Hoher, gut geformter Widerrist, schräge Schulter.
RÜCKENLINIE & KRUPPE:
Außerordentlich gute Oberlinie. Der Rücken ist geschmeidig und federnd, angemessen lang und
breit, und gut bemuskelt. Geschmeidige, gleichmäßig fortlaufende Rückenlinie bis zum Kreuzbein.
Schöne, gleichmäßige, lange, angemessen abfallende Kruppe mit kräftiger Bemuskelung. Lange
Oberschenkel mit guter, langer Behosung. Schön angesetzter Schweif.
PROPORTIONEN:
Großartiges Gesamtbild. Langer, leichter Rumpf mit gleichmäßiger Rippenwölbung. Gute Beinlänge.
Der höchste Punkt des Widerrists soll ausreichend höher sein als der höchste Punkt der
Kruppe. Perfekte Proportionen.
GLIEDMASSEN:
Trockene, sehr kräftige Sehnen, sehr deutlich vom Röhrbein abgesetzt. Sehr solide Gelenke, sehr
gut geformte Fesseln. Insgesamt sehr schöne Gliedmaßen.
STELLUNG DER GLIEDMASSEN:
Äußerst korrekte Stellung: Die Vorderbeine sind absolut gerade, an den Hinterbeinen kann
geringfügige Kuhessigkeit toleriert werden. Ausreichender Abstand zwischen den Vorderbeinen
bzw. den Hinterbeinen.
HUFE:
Tiefe Hufe mit sehr guter Sohlenwölbung. Sehr gute Form, insgesamt sehr schöner Huf, sehr gute,
kräftige Hornqualität. Sehr gut ausgebildeter Strahl und kräftige Trachten.
MÄHNE UND SCHWEIF:
Außerordentlich dichte, lange Mähne, viel Schöpf, üppiger Schweif.
REITEIGENSCHAFTEN ALLGEMEIN
Besondere Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 5
Das generelle Ziel ist die Zucht eines vielseitigen, trittsicheren und verlässlichen Pferdes mit viel
Temperament und einem freundlichen Charakter, das sich großartig unter dem Reiter präsentiert -
ein echter isländischer "Gasöingur."
REITEIGENSCHAFTEN IM DETAIL
TÖLT:
Taktreiner Tölt mit gutem Untertreten und großartiger, hoch-weiter Vorhandaktion. Sehr
geschmeidige, federnde Bewegungen, hervorragendes starkes Tempo.
LANGSAMER TÖLT:
Klarer Viertakt mit gutem Untertreten, großartige, hoch-weite Vorhandaktion, sehr geschmeidige,
federnde Bewegungen.
TRAB:
Sicherer Trab mit raumgreifenden, hohen, geschmeidigen, federnden Bewegungen und deutlicher
Sprungphase. Einzigartiges Tempo.
PASS:
Sicherer, großartiger Pass, guter Takt, einzigartiges Tempo.
GALOPP:
Taktklarer, sehr schöner aufwärts gesprungener Galopp. Weite, runde Sprünge, einzigartiges
Tempo.
LANGSAMER GALOPP:
Regelmäßiger Dreitakt mit schöner Sprungphase. Geschmeidiger, leichtfüßiger, aufwärts
gesprungener, sehr ausdrucksvoller Galopp.
GEHWILLE & CHARAKTER (SPIRIT):
Das Pferd soll sehr temperamentvoll (feurig), fröhlich und mutig, aber gleichzeitig außerordentlich
leichtrittig sein. Es ist stets darum bemüht, dem Reiter zu gefallen.
FORM UNTER DEM REITER:
Großartiges Pferd mit starker Ausstrahlung. Das Pferd ist elegant aufgerichtet und leicht in der
Hand. Es hat federnde, hoch-weite, leichte und harmonische Bewegungen, mit sehr viel Ausdruck
und sehr schön getragenem Schweif.
SCHRITT:
Das Pferd schreitet bei mittlerer Aufrichtung ausdrucksvoll und geschmeidig in gleichmäßigem
Takt vorwärts. Die Bewegungen sind energisch und raumgreifend; Hinterhand tritt deutlich über
die Spur der Vorhand hinaus.
Besondere Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 6
§ 705b Zuchtmethode
(im Sinne der Verordnung über Zuchtorganisationen § 1a Nummer 1 und 2 b))
Das Zuchtbuch des Islandpferdes ist geschlossen. Die Zuchtmethode ist die Reinzucht.
Reinzucht liegt vor, wenn sowohl die Vaterlinie als auch die Mutterlinie unmittelbar bis in das Mutterland
Island zurück verfolgt werden können.
§ 705c Unterteilung der Zuchtbücher
(im Sinne der Verordnung über Zuchtorganisationen § 1a Nummer 2 e))
Die nachfolgenden Kriterien für die Einteilung der Zuchtbücher stellen Mindestanforderungen
dar.
Die Hauptabteilung des Zuchtbuches für Hengste wird unterteilt in die Abschnitte
das Hengstbuch I - Prämienbuch,
das Hengstbuch I und
das Hengstbuch II.
Die Hauptabteilung des Zuchtbuches für Stuten wird unterteilt in die Abschnitte
das Stutbuch I - Prämienbuch,
das Stutbuch I und
das Stutbuch II.
§ 705d Eintragungsbestimmungen in die Zuchtbücher
(im Sinne der Verordnung über Zuchtorganisationen § 1a Nummer 2 e) und f))
(1) Zuchtbuch für Hengste
Eintragungsmerkmale:
1. Identität, Reinrassigkeit, (alle Hengstbücher).
2. Interieur/Typ Exterieur, Gang gemäß IPO, Teil C, Jungpferdebeurteilung (Hengstbuch I)
3. Exterieur, Reiteigenschaften gemäß IPO, Teil C Materialprüfung für gerittene Pferde
(Hengstbuch I) oder vergleichbare Prüfungen gemäß §4 (4) Tierzuchtgesetz.
(1.1) Hengstbuch I - Prämienbuch (Hauptabteilung des Zuchtbuches)
Eingetragen werden frühestens im 6. Lebensjahr Hengste, deren Väter und Väter der Mütter
und mütterlicherseits der Großmütter und der Urgroßmütter in der Hauptabteilung oder einem
der Hauptabteilung entsprechenden Zuchtbuch einer Züchtervereinigung eingetragen sind
und deren Mütter in der Hauptabteilung oder einem der Hauptabteilung entsprechenden
Zuchtbuch einer Züchtervereinigung eingetragen sind,
die auf einer Sammelveranstaltung der jeweiligen Züchtervereinigung vorgestellt werden,
die im Rahmen einer tierärztlichen Untersuchung gemäß § 4 (8) ZVO die Anforderungen
an Zuchttauglichkeit und Gesundheit erfüllen,
die eine Materialprüfung für fünfjährige und ältere Pferde mit Mindestnoten in einer der 4
Kategorien Tölt, Viergang, Fünfgang oder Pass nach folgendem Schema abgelegt haben:
Besondere Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 7
Merkmale Tölt Viergang Fünfgang Pass
Tölt ? 8,5 ? 8,5 ? 8,33
Charakter ? 8,5 ? 8,0 ? 8,0
Gelenke/Gliedmaßen ? 7,5 ? 7,5 ? 7,5
Allg. Bedingungen muss 4 Gänge zeigen;
entweder 1 Gang ? 9,0
oder 2 Gänge ? 8,5
muss 5 Gänge
zeigen
Pass ? 8,5 ? 9,5
3 x 24 sec.
oder
1 x 23 sec.
Reiteigenschaften ? 7,9 ? 8,3
Exterieur ? 8,0 ? 8,0 ? 8,0
Die Eintragung von Hengsten in das Hengstbuch I - Prämienbuch einer tierzuchtrechtlich anerkannten
FN-Mitgliedszüchtervereinigung ist von den anderen tierzuchtrechtlich anerkannten
FN-Mitgliedszüchtervereinigungen zu übernehmen.
(1.2) Hengstbuch I (Hauptabteilung des Zuchtbuches)
Eingetragen werden frühestens im 3. Lebensjahr Hengste, deren Väter und Väter der Mütter
und mütterlicherseits der Großmütter und der Urgroßmütter in der Hauptabteilung oder einem
der Hauptabteilung entsprechenden Zuchtbuch einer Züchtervereinigung eingetragen sind und
deren Mütter in der Hauptabteilung oder einem der Hauptabteilung entsprechenden Zuchtbuch
einer Züchtervereinigung eingetragen sind,
die auf einer Sammelveranstaltung der jeweiligen Züchtervereinigung vorgestellt werden,
die im Rahmen einer tierärztlichen Untersuchung gemäß § 4 (8) ZVO die Anforderungen
an Zuchttauglichkeit und Gesundheit erfüllen,
die entweder eine zum Zeitpunkt der Körung nicht länger als 12 Monate zurückliegende
Materialprüfung für zwei- bis vierjährige Jungpferde nach IPO, Teil C mit der Gesamtnote
7,8 oder besser abgelegt haben, und die dann spätestens 6jährig eine Materialprüfung für
fünfjährige und ältere Pferde mit der Gesamtnote von 7,5 oder besser und mit der Note für
Reiteigenschaften von 7,5 oder besser und mit keiner Einzelnote für Gebäudemerkmale,
Tölt, Charakter und Temperament unter 7,0 abgelegt haben,
oder
die eine Materialprüfung für fünfjährige und ältere Pferde mit der Gesamtnote von 7,5 oder
besser und mit der Note für Reiteigenschaften von 7,5 oder besser und mit keiner Einzelnote
für Gebäudemerkmale, Tölt, Charakter und Temperament unter 7,0 abgelegt haben.
Die Eintragung von Hengsten in das Hengstbuch I einer tierzuchtrechtlich anerkannten FNMitgliedszüchtervereinigung
ist von den anderen tierzuchtrechtlich anerkannten FNMitgliedszüchtervereinigungen
zu übernehmen.
(1.3) Hengstbuch II (Hauptabteilung des Zuchtbuches)
Auf Antrag werden alle Hengste eingetragen, die zwar die abstammungsmäßigen, aber nicht
die leistungsmäßigen Voraussetzungen erfüllen und die durch die Züchtervereinigung identifiziert
worden sind sowie im Rahmen einer tierärztlichen Untersuchung gemäß § 4 (8) ZVO die
Anforderungen an Zuchttauglichkeit und Gesundheit erfüllen, jedoch nicht in Hengstbuch I eingetragen
werden können.
In den Fällen, in denen die Hengste aufgrund der Entscheidung 96/78 EWG eingetragen werden
müssen, müssen diese Hengste zum nächstmöglichen Kör- bzw. Eintragungstermin vorgestellt
werden, um auf ihre Verwendbarkeit im Zuchtprogramm beurteilt werden zu können.
Besondere Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 8
(2) Zuchtbuch für Stuten
Eintragungsmerkmale:
1. Identität, Reinrassigkeit, (alle Stutbücher).
2. Interieur/Typ Exterieur, Gang gemäß IPO, Teil C, Jungpferdebeurteilung (Stutbuch I)
3. und/oder Exterieur, Reiteigenschaften gemäß IPO, Teil C Materialprüfung für gerittene
Pferde (Stutbuch I) oder vergleichbare Prüfungen gemäß §4 (4) Tierzuchtgesetz.
(2.1) Stutbuch I - Prämienbuch (Hauptabteilung des Zuchtbuches)
Es werden Stuten eingetragen, die im Jahr der Eintragung mindestens fünfjährig sind,
deren Mütter und Väter in der Hauptabteilung einer Züchtervereinigung eingetragen sind,
die auf einer Sammelveranstaltung der jeweiligen Züchtervereinigung vorgestellt werden,
die eine Materialprüfung für fünfjährige und ältere Pferde mit Mindestnoten in einer der 4
Kategorien Tölt, Viergang, Fünfgang oder Pass nach folgendem Schema abgelegt haben:
Tölt Viergang Fünfgang Pass
Tölt ? 8,0 ? 8,0 ? 8,0
Charakter ? 8,33 ? 8,0 ? 8,0
Gelenke/Gliedmaßen ? 7,5 ? 7,5 ? 7,5
Allg. Bedingungen muss 4 Gänge
zeigen
muss 5 Gänge
zeigen
Pass ? 8,0 ? 9,0
3 x 25 sec.
oder
1 x 24 sec.
Reiteigenschaften ? 7,6 ? 8,0
Exterieur ? 7,8 ? 7,8 ? 7,8
(2.2) Stutbuch I (Hauptabteilung des Zuchtbuches)
Es werden Stuten eingetragen, die im Jahr der Eintragung mindestens dreijährig sind,
deren Mütter und Väter in der Hauptabteilung einer Züchtervereinigung eingetragen sind,
die auf einer Sammelveranstaltung der jeweiligen Züchtervereinigung vorgestellt werden,
die in einer Materialprüfung gemäß Kriterien der Jungpferdebeurteilung IPO, Teil C mindestens
die Endnote 7,5 erreicht haben,
oder
durch den Zuchtleiter oder seinen Beauftragten in Anlehnung an die Vorgaben der IPO
gemäß Kriterien der Jungpferdebeurteilung IPO, Teil C mit mindestens einer Endnote von
7,5 beurteilt worden sind,
oder
die eine Materialprüfung für fünfjährige und ältere Pferde abgelegt haben.
Die Eintragung von Stuten in das Stutbuch I einer tierzuchtrechtlich anerkannten FNMitgliedszüchtervereinigung
ist von den anderen tierzuchtrechtlich anerkannten FNMitgliedszüchtervereinigungen
zu übernehmen.
(2.3) Stutbuch II (Hauptabteilung des Zuchtbuches)
Es werden Stuten eingetragen, die im Jahr der Eintragung mindestens dreijährig sind,
deren Väter in die Hauptabteilung einer Züchtervereinigung oder in ein der Hauptabteilung
entsprechenden Zuchtbuch eingetragen sind,
deren Mütter im Zuchtbuch einer Züchtervereinigung eingetragen sind.
Besondere Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 9
§ 705e Ausstellung von Zuchtbescheinigungen
Für jedes Pferd, dessen Eltern in das Zuchtbuch der jeweiligen Züchtervereinigung eingetragen
sind, wird eine Zuchtbescheinigung gemäß § 10 ZVO als Abstammungsnachweis ausgestellt.
§ 705f Materialprüfungen für Islandpferde
(1) Materialprüfung für Jungpferde gemäß IPO, Teil C
(1.1) Veranstalter
Züchtervereinigung oder von der Züchtervereinigung beauftragte Stellen oder IPZV.
(1.2) Richter:
Stuten: Mindestens ein IPZV-Materialrichter
Hengste: Drei IPZV-Materialrichter
(1.3) Platzvoraussetzungen
Mindestgröße 10 x 40m, eingezäunt, mit gleichmäßig durchgehendem Bodenbelag
(1.4) Zulassungsbedingungen:
Teilnahmeberechtigt sind alle zwei- bis vierjährigen Islandpferdehengste und einjährige und ältere
Islandpferdestuten.
(1.5) Für die Eintragung in Hengst-/Stutbuch I werden folgende Merkmale bewertet:
Merkmale Gewichtung
Interieur / Typ
Ausdruck, Ausstrahlung, Nerv, Rassetyp, Familientyp, Geschlechtstyp
Energie, Leistungsbereitschaft, Temperament, Reaktionsvermögen, Freude am Laufen, Verhalten,
Charakter
0,3
Exterieur
Harmonie
Proportionen
Funktionalität
Gebäudemängel, die die Bewegungsmöglichkeiten oder die Brauchbarkeit stören oder einschränken
0,2
Gang
Gangveranlagung, Takt, Bewegung, Haltung in den Gangarten:
- Schritt
- Trab
- Tölt
- Pass
- Galopp
0,5
Gesamt 1,0
(1.6) Die Bewertung der Merkmale erfolgt nach folgendem Schlüssel
6,0 - 6,9 = grob fehlerhaft 7,8 - 7,9 = voll befriedigend bis gut
7,0 - 7,4 = unterdurchschnittlich 8,0 - 8,2 = gut bis sehr gut
7,5 = durchschnittlich 8,3 - 8,5 = ausgezeichnet
7,6 - 7,7 = befriedigend
(2) Materialprüfung für fünfjährige und ältere Pferde gemäß IPO, Teil C
Die Prüfungen werden nach den allgemein anerkannten Regeln des Reitsports auf Islandpferden
(IPO) durchgeführt. Sie sind Leistungsprüfungen im Sinne des Tierzuchtgesetzes und
können als Feld- bzw. Turniersportprüfung durchgeführt werden.
(2.1) Dauer
Die Prüfung dauert mindestens einen Tag.
Besondere Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 10
(2.2) Ort
Von den zuständigen Stellen ausgewählte Prüfungsorte
(2.3) Zulassungsbedingungen
Teilnahmeberechtigt sind alle 5jährigen und älteren Islandpferde
(2.4) Leistungstest
Der Leistungstest erfolgt nach IPO, Teil C, 3.2.3 ff.
Bewertung der Pferde im Leistungstest von der Richtergruppe in folgenden Merkmalen:
1. Exterieur
Kopf
Hals
Rückenlinie, Kruppe
Gliedmaßen, Gelenke
Hufe
Proportionen
2. Reiteigenschaften
Schritt
Trab
Tölt
Pass
Galopp
Temperament
Charakter
Form unter dem Reiter
Leichtrittigkeit
(2.5) Beurteilungsrichtlinien
Die Bewertung der Merkmale erfolgt nach folgendem Schlüssel:
5 = Nichterfüllung 8,5 = gut
5,0 - 6,5 = grob fehlerhaft 9,0 = sehr gut
7,0 = unterdurchschnittlich 9,5 = ausgezeichnet
7,5 = durchschnittlich 10,0 = in jeder Hinsicht hervorragend
8,0 = befriedigend
Maßgebend für die Beurteilung ist die Eignung als Zuchtpferd im Hinblick auf die Verbesserung
der Reitpferdeeigenschaften der Populationen.
(2.6) Merkmalsgewichtung und Ergebnisermittlung
Die Prüfungsteile werden nach folgender Gewichtung zu einer Gesamtnote zusammengezogen:
Besondere Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 11
Merkmal Gewichtungsfaktor
Exterieur
Kopf
Hals
Rückenlinie, Kruppe
Gliedmaßen
Stellung
Hufe
Proportionen
Reiteigenschaften
Schritt
Trab
Tölt
Pass
Galopp
Temperament
Charakter
Form unter dem Reiter
4
6
6
5
6
5
8
6
6
20
8
6
10 (Reiterrichter)
8
6
Gewichtung Exterieur = Summe/40 Reiteigenschaften = Summe/60
Gesamtnote Exterieur x 0,4 + Reiteigenschaften x 0,6
Zusatznote Leichtrittigkeit
Zusatznote Langhaar
Einzelnote (Reiterrichter)
Einzelnote
(2.7) Veröffentlichung der Prüfungsergebnisse
Nach Beendigung des Leistungstests erfolgt eine öffentliche Bekanntgabe der Endergebnisse
der einzelnen Pferde. Der Besitzer jedes Pferdes erhält ein Zeugnis über das erzielte Endergebnis
des Pferdes, aus dem die Bewertungen der einzelnen Merkmale sowie die Durchschnittsleistungen
der Prüfungsgruppe ersichtlich sind. Eine Veröffentlichung der Einzelergebnisse
ist Angelegenheit der zuständigen Stellen.
(2.8) Wiederholung einer Prüfung
Die Prüfung kann einmal wiederholt werden. In diesem Fall gilt das Ergebnis der wiederholten
Prüfung.
§ 705h Weitere Bestimmungen zum Islandpferd
(1) Prämierungen
(1.1) Elitebuch für Hengste und Stuten
Elitebuch der Zuchtverbände für Hengste und Stuten auf Basis von Nachkommenerfolgen (gemäß
IPZV Nachzuchtregister):
Elitebuch für Stuten: mind. 2 Nachkommen mit Mindest-Gesamtnote 8,0 in einer Materialprüfung
für fünfjährige und ältere Pferde nach IPO oder vergleichbaren Prüfungen gemäß
§4 (4) Tierzuchtgesetz.
Elitebuch für Hengste: mind. 8 Nachkommen mit Mindest-Gesamtnote 8,0 in einer Materialprüfung
für fünfjährige und ältere Pferde nach IPO oder vergleichbaren Prüfungen gemäß §4
(4) Tierzuchtgesetz.
Besondere Bestimmungen - Zuchtprogramm für die Rasse des Islandpferdes
ZUCHTVERBANDSORDNUNG (Beschluss Januar 2004; Stand Mai 2004) § 705 / 12
(2) Sommerekzem
Anlässlich Veranstaltungen des Zuchtverbandes festgestellte Verdacht auf Sommerekzem wird
vom zuständigen Zuchtverband intern vermerkt.
(3) Prefix-/Suffixregelung für Ponys und Kleinpferde
Als Prefix-/Suffix wird ein dem Pferdenamen vorangestelltes/nachgestelltes Wort bezeichnet. Es
soll eine auf die Zuchtstätte oder den Züchter bezugnehmende Bedeutung haben und darf ausschließlich
für von dieser Zuchtstätte oder diesem Züchter gezogene Pferde verwendet werden.
Missverständliche Begriffe können abgelehnt werden.
Eine Regelung über Suffixe wird zwischen FN Geschäftsstelle und IPZV erarbeitet.

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